Tourismusstatistik MV | Januar bis Juli 2026
13.10.2026
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Zusammenfassung der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern im Juli sowie in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 in Mecklenburg-Vorpommern auf Basis der Daten des Statistischen Amtes MV sowie des Bundesberichtes von Destatis.
Juli 2026
1,21 Millionen Gästeankünfte (+8,3 Prozent zu 2025; -1,3 Prozent zu 2019)
5,59 Millionen Übernachtungen (+4,2 Prozent zu 2025; -9,2 Prozent zu 2019)
Für den Juli 2026 wurden sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat Zuwächse gemeldet, welche auf einen soliden Hochsaisonmonat schließen lassen. Betrachtet man alle Juli-Monate der letzten Jahre, so ist der Juli 2026 bei den Ankünften der zweiterfolgreichste Juli nach 2019 und bei den Übernachtungen auf Rang fünf (hinter den Jahren 2019, 2020, 2021 und 2010).
Die Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten lag in MV im Juli bei 54,8 Prozent und damit sowohl über dem Gesamtniveau in Deutschland als auch über dem MV-Niveau des Vorjahres. (Deutschland gesamt im Juli: 47,7 Prozent; MV im Juli 2025: 54,2 Prozent).
Januar bis Juli 2026
Von Januar bis Juli 2026 wurden 4,8 Mio. Gästeankünfte (+4,3 Prozent zu 2025; -1,1 Prozent zu 2019) und 18,9 Mio. Übernachtungen (+1,6 Prozent zu 2025; -3,6 Prozent zu 2019) in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet.
Während sowohl der Januar als auch der Februar sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegt haben, hat der frühe Ostertermin 2026 zu einem Zuwachs im März und einem entsprechenden Rückgang im April geführt, da ein Teil der Osternachfrage bereits in den März gerutscht ist. Ebenso hat sich der Pfingsttermin im Vergleich zum Vorjahr vom Juni in den Mai verschoben, was zu einer deutlichen Steigerung der Ankünfte und Übernachtungen im Mai und vergleichsweise moderaten Rückgängen im Juni geführt hat. Das solide Wachstum im Juli hat zu einer positiven Gesamtentwicklung im bisherigen Jahresverlauf beigetragen. Dies resultiert insgesamt in einem deutlicheren Plus bei den Gästeankünften und einem kleinen Plus bei den Übernachtungen in den ersten sieben Monaten 2026. Entsprechend ist die Aufenthaltsdauer der Gäste leicht von 4,0 Nächten im Vorjahreszeitraum auf 3,9 Nächte im aktuellen Jahr gesunken. Diese Entwicklung zeichnet sich analog bei den deutschen, wie auch bei den internationalen Gästen in MV ab.
In Deutschland insgesamt wurden von Januar bis Juli 2026 rund 282,0 Mio. Übernachtungen (+0,8 Prozent zu 2025; +0,4 Prozent zu 2019) verbracht. In der Dynamik kann sich Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich mit den anderen Bundesländern mit Blick auf das Vorjahr im oberen und zu 2019 im unteren Mittelfeld der Rangliste einordnen (Rang vier im Vgl. zu 2025, Rang zwölf im Vgl. zu 2019).
Reiseregionen
Von den Reiseregionen stehen von Januar bis Juli 2026 bei sechs von sieben Regionen Übernachtungszuwächse zu Buche. Am deutlichsten stiegen die Übernachtungen in der Mecklenburgischen Schweiz/Seenplatte (+5,0 Prozent) und auf der Insel Usedom (+3,0 Prozent). Die Region Fischland-Darß-Zingst (-0,4 Prozent) liegt nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Im Juli 2026 selbst verzeichneten alle anderen Regionen teilweise deutliche Zuwächse bei Gästeankünften und Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Unterkunftsarten
In den ersten sieben Monaten 2026 vermeldeten die Jugendherbergen/Hütten (+8,3 Prozent), die Campingplätze (+4,9 Prozent) und die Ferienwohnungen/-Häuser (+1,7 Prozent) überdurchschnittliche Übernachtungssteigerungen. Einzig die Gasthöfe (-10,5 Prozent) verlieren deutlich Gästeübernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das Camping-Segment vermeldet mit 743.000 Gästeankünften (+6,9 Prozent) und 3,12 Mio. Übernachtungen (+4,9 Prozent) ein Ergebnis, welches solide über dem Vorjahreszeitraum liegt, gegenüber 2019 sind die Übernachtungen im Campingsegment jedoch in den ersten sieben Monaten um 0,3 Prozent gesunken, was vor allem auf einen sehr starken Juni und Juli 2019 im Vergleich zu diesem Jahr zurückzuführen ist.
Incoming-Tourismus
Im Incoming-Tourismus vermeldet Mecklenburg-Vorpommern im bisherigen Jahr 2026 rund 214.000 Gästeankünfte (+5,5 Prozent zu 2025; -8,1 Prozent zu 2019) und 561.000 Übernachtungen (-3,1 Prozent zu 2025; -13,6 Prozent zu 2019). Nach einem sehr verhaltenen Start ins Jahr 2026 sind in den Monaten März, Mai, Juni und Juli leichte Übernachtungszuwächse im Incoming zu verzeichnen gewesen, welche insgesamt jedoch nicht für ein positives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausgereicht haben.
Im Incoming-Bereich hat sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der internationalen Gäste nach einem Anstieg im Vorjahr wieder negativ entwickelt und sank von 2,9 Nächten im Vorjahreszeitraum auf 2,6 Nächte im bisherigen Jahr 2026.
Von den wichtigsten Quellmärkten verbuchen die Niederlande (+15,3), Schweden (+1,3 Prozent) und Dänemark (+0,3 Prozent) Übernachtungszuwächse. Somit ist die Niederlande im bisherigen Jahr wieder vor die Schweiz auf Rang eins der Quellmärkte vorgerückt. Übernachtungsrückgänge vermelden hingegen Polen (-11,5 Prozent), Österreich (-12,1 Prozent) und die Schweiz (-1,8 Prozent).
Sowohl die Incoming-Hauptquellmärkte insgesamt (-0,9 Prozent) als auch die restlichen Quellmärkte in MV (-5,7 Prozent) verbuchen im bisherigen Jahr 2026 Übernachtungsrückgänge. In Deutschland insgesamt entwickelt sich das Incoming-Segment von Januar bis Juli leicht positiv (+1,0 Prozent bei den Übernachtungen).
Kapazitäten
Im Juli 2026 waren in Mecklenburg-Vorpommern 2.815 Betriebe ab zehn Schlafgelegenheiten (+2,6 Prozent zum Juli 2025) mit insgesamt 329.201 angebotenen Schlafgelegenheiten (+2,7 Prozent) geöffnet. Seit dem Juli 2019 sind das knapp über 500 Betriebe weniger (-15,3 Prozent) und rund 1.500 Schlafgelegenheiten mehr (+0,5 Prozent). Gleichzeitig ist die durchschnittliche Betriebsgröße von 99 Schlafgelegenheiten je Betrieb auf 117 Schlafgelegenheiten je Betrieb gestiegen. Somit wird deutlich, dass besonders kleinere Betriebe vom Markt verschwinden. Die Rückgänge bei Betrieben und Schlafgelegenheiten betreffen besonders die Pensionen, Gasthöfe, Erholungs- und Ferienheime und Jugendherbergen/Hütten. Teilweise sind mehr als 30 Prozent der Kapazitäten in einzelnen Unterkunftskategorien seit 2019 vom Markt verschwunden.
Kapazitätsausbau in Bezug auf die Schlafgelegenheiten gab es im Vergleich zu 2019 bei den Hotels (+1.500 Betten), bei den Hotels Garnis (+900 Betten), bei den Vorsorge- und Rehakliniken (+1.000 Betten) und bei den Campingplätzen (+4.600 Schlafgelegenheiten bzw. +1.150 Stellplätze).
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