Tourismusstatistik MV | Januar bis November 2025
20.02.2026
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Zusammenfassung der touristischen Entwicklungen in MV im November und den ersten elf Monaten 2025 aus dem aktuellen Bericht des Statistischen Amtes MV und des Bundesberichtes von Destatis.
November 2025
386.000 Gästeankünfte (+3,1 Prozent zu 2024; -3,7 Prozent zu 2019)
1,31 Mio. Übernachtungen (+0,3 Prozent zu 2024; -3,3 Prozent zu 2019)
Der November 2025 hat im Vergleich zu den Vorjahren ein sehr solides Ergebnis hervorgebracht. Somit liegt der November 2025 bei den Übernachtungen etwas unter dem Niveau der Jahre 2019 und 2021 auf Rang drei.
Die Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten lag in MV in diesem November bei 17,5 Prozent und damit deutlich unter dem Gesamtniveau in Deutschland und auch unter dem MV-Niveau des Vorjahres. (Deutschland gesamt im November: 32,2 Prozent; MV im November 2024: 18,2 Prozent).
Januar bis November 2025
In den ersten elf Monaten 2025 wurden 7,76 Mio. Gästeankünfte (+1,4 Prozent zu 2024; -2,5 Prozent zu 2019) und 31,85 Mio. Übernachtungen (+1,0 Prozent zu 2024; -2,7 Prozent zu 2019) in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet.
Für den bisherigen Zeitraum 2025 gilt weiterhin, dass Mecklenburg-Vorpommern auf Landesebene das zweitbeste Übernachtungsergebnis nach 2019 verbuchen kann (-877.000 Übernachtungen). Bei den Gästeankünften liegt das Niveau im Jahresverlauf aktuell ebenfalls unter dem Niveau des Jahres 2019 (-200.000 Ankünfte). Es bleibt abzuwarten, in welchem Maße der Dezember noch zum Gesamtjahresergebnis 2025 beitragen kann.
In Deutschland insgesamt wurden von Januar bis November 465,48 Mio. Übernachtungen (+0,1 Prozent zu 2024; +0,2 Prozent zu 2019) verbracht. In der Dynamik kann sich Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich mit den anderen Bundesländern mit Blick auf 2019 in den ersten elf Monaten 2025 nur in der unteren Hälfte der Rangliste einordnen (Rang elf). Mit Blick auf den Vorjahreszeitraum liegt MV in der Dynamik jedoch etwas besser auf Rang acht im Bundesländerranking und über dem Deutschland-Schnitt.
Reiseregionen
Von den Reiseregionen stehen in den ersten elf Monaten 2025 bei fünf von sieben Regionen Übernachtungszuwächse zu Buche. Am deutlichsten stiegen die Übernachtungen an der Mecklenburgischen Ostseeküste (+2,5 Prozent) und in der Mecklenburgischen Schweiz/Seenplatte (+1,9 Prozent). Dann folgen Rügen/Hiddensee (+1,4 Prozent), Fischland-Darß-Zingst (+0,8 Prozent) und Westmecklenburg (+0,3 Prozent). Die Regionen Usedom (-1,4 Prozent) und Vorpommern (Festland, -2,9 Prozent) liegen bei den Übernachtungen etwas unter dem Vorjahresniveau. Im November selbst verzeichneten die Seenplatte/Schweiz, die Mecklenburgischen Ostseeküste und die Insel Usedom Übernachtungszuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die Entwicklung in den sechs größten Städten in MV ist von Januar bis November 2025 weiterhin zweigeteilt. Während sich Wismar (+11,9 Prozent), Schwerin (+3,9 Prozent), Rostock (+3,0 Prozent) und Neubrandenburg (+1,8 Prozent) über überdurchschnittliche Übernachtungszuwächse freuen können, vermelden Stralsund (-2,9 Prozent) und Greifswald (-8,8 Prozent) deutlichere Übernachtungsrückgänge. In Greifswald ist dies nach dem Caspar-David-Friedrich-Jubiläum im vergangenen Jahr erwartbar gewesen. In den sechs größten Städten in MV wurden in den ersten elf Monaten 2025 11,8 Prozent aller Übernachtungen verbracht.
Unterkunftsarten
Von Januar bis November 2025 vermeldeten die Ferienwohnungen/-häuser (+4,8 Prozent), die Hotels garnis (+3,7 Prozent), die Hotels (+1,5 Prozent) und die Vorsorge-/Rehakliniken (+1,4 Prozent) Übernachtungssteigerungen. Am deutlichsten verloren hingegen die Pensionen (-6,5 Prozent), die Gasthöfe (-6,1 Prozent) und die Jugendherbergen/Hütten (-4,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das Campingsegment vermeldet mit 1,2 Mio. Gästeankünften (-3,6 Prozent) und 5,3 Mio. Übernachtungen (-3,1 Prozent) ein Ergebnis, welches unter dem Vorjahreszeitraum liegt, gegenüber 2019 sind die Übernachtungen im Campingsegment jedoch um rund 5,5 Prozent gewachsen. Insbesondere die ersten vier Monate haben sich sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zu 2019 stark entwickelt (+42 Prozent gegenüber 2019), was für eine stärkere Nachfrage nach Campingangeboten in den kalten Monaten spricht und für einen Ausbau eines entsprechenden Angebots. Die Rückgänge im bisherigen Jahresverlauf sind vor allem auf eine vergleichsweise schwache Entwicklung von Mai bis Juli zurückzuführen. In den Monaten Juni und Juli hat das wechselhafte Wetter mutmaßlich kurzfristige Buchungen verhindert. Die durch feiertagsbedingte Verschiebungen entstandenen Rückgänge im Mai konnten im Juni nicht wieder ausgeglichen werden.
Incoming-Tourismus
Im Incoming-Tourismus vermeldet Mecklenburg-Vorpommern in den ersten elf Monaten 2025 rund 323.000 Gästeankünfte (-7,9 Prozent zu 2024; -14,0 Prozent zu 2019) und 928.000 Übernachtungen (-1,9 Prozent zu 2024; -12,3 Prozent zu 2019). Die Übernachtungszahlen im Januar, April, Juni, Juli und August sind gestiegen. Dieses Wachstum konnte die feiertagsbedingten Rückgänge aus dem März und Mai nur knapp wieder ausgleichen. Nachdem aber auch im September, Oktober und November rückläufige Incoming-Übernachtungen gemeldet wurden, ist das Incoming-Segment in MV nun auch auflaufend im Minus. Im Incoming-Bereich hat sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der internationalen Gäste in den ersten elf Monaten 2025 immerhin positiv entwickelt und stieg von 2,7 Nächten im Vorjahreszeitraum auf 2,9 Nächte im bisherigen Jahr.
Von den wichtigsten Quellmärkten verbuchen die Schweiz (+0,1), Polen (+8,3 Prozent), Österreich (+6,2 Prozent) und die Tschechische Republik (+5,6 Prozent) Übernachtungszuwächse. Die Schweiz hat sich im bisherigen Jahr 2025 zum wichtigsten Incoming-Quellmarkt für MV entwickelt, vor den Niederlanden (-10,7 Prozent) und Polen. Übernachtungsrückgänge vermelden weiterhin die skandinavischen Quellmärkte Dänemark (-3,7 Prozent) und Schweden (-9,3 Prozent).
Sowohl die Incoming-Hauptquellmärkte insgesamt (-0,9 Prozent) als auch die restlichen Quellmärkte in MV (-2,7 Prozent) verbuchen aktuell leichte Übernachtungsrückgänge. Generell entwickelt sich der Incoming-Markt im bisherigen Jahr sowohl in MV, als auch in Deutschland insgesamt eher rückläufig.
Download: Ausführliche Grafiken zur Veranschaulichung (3,3 MB, PDF)